Februar

22. Februar 2012 10 Uhr

Diverse

Traditionslinien aus der Zukunft – Leben mit einer Schizophrenie in einer sich ändernden Gesellschaft

XIV. Tagung - Die subjektive Seite der Schizophrenie

Die Psychiatrie ist in Bewegung. Gesellschaftliche Veränderungen spiegeln sich in der Krankheits- und Lebensrealität der Betroffenen. Angetrieben sowohl von den klassischen Anliegen der Psychiatriereform, der Enthospitalisierung und der gemeindenahen Versorgung, wie auch vom steigenden ökonomischen Druck im Gesundheitssystem werden alte Versorgungsformen hinterfragt und neue Versorgungswege etabliert.

Auf der XIV. Tagung »Die subjektiveSeite der Schizophrenie« soll ein Orientierungspunkt in diese Bewegung gesesetzt werden, um eine Diskussion um den »richtigenKurs« anzuregen. Dafürwurden drei inhaltliche Schwerpunkte ausgewählt:
In der Fortsetzung einer Debatte vergangener Tagungen wird die Frage gestellt, wohin die Reise in der Versorgung gehen kann – und innovative Therapiemodelle in verschiedenen europäischen Ländern sollen Betrachtung finden. Eine Rückschau auf die unterschiedlichen Traditionslinien in Deutschland bietet den Vergleich der jüngsten Psychiatriegeschichte in den beiden deutschen Staaten zur Zeit der Teilung. Schließlich soll nach der zukünftigen Rolle der stationären Versorgung gefragt werden.

Seit gut einem Jahrzehnt steht das Stigma der Schizophrenie auf der Agenda zahlreicher regionaler und überregionaler Anti-Stigma-Initiativen. Es ist daher Zeit für eine Bestandsaufnahme: Konnte die Ablehnung von Personen mit Schizophrenie verringert werden? Welche Ansätze der Stigmabekämpfung haben sich bewährt, und welche nicht? Was bleibt zu tun? Schließlich geht es um die Elternschaft psychisch Kranker: Wie gehen die Betroffenen und wie geht die Psychiatrie mit dem Kinderwunsch von Menschen mit Schizophrenie um? Wie kann gelingende Elternschaft trotz und mit der Krankheit gestaltet werden? Welche Rolle spielt möglicherweise die Geschichte von Euthanasie und Zwangssterilisation bei der (nicht-)Beratung von Patienten und Patientinnen?

Referenten u.a. V. Aderhold, M. Amering, T. Bock, H.J. Freyberger, E. Gottwalz-Itten, A. Karow, M. Krausz, M. Lambert, D. Naber, G. Schomerus, I. Steinhart

Veranstalter:

 

Weitere Informationen zur Tagung und zur Anmeldung finden Sie im Veranstaltungsflyer oder auf der offiziellen Webseite des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Eintritt

Tagung mit Vorträgen und Workshops vom 22.02 - 24.02.2012. Tagungsgebühren differieren. Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Veranstaltungsort

Theater Vorpommern in Stralsund
Olof-Palme-Platz
18437 Stralsund Anfahrt

Titel

Anstöße
Zu einer anthropologischen Psychiatrie
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Recovery
Das Ende der Unheilbarkeit
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Schizophrenie - die Krankheit behandeln
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Biografie und Kinderwunsch bei Frauen mit schweren psychischen Erkrankungen
Eine soziologische und sozialpsychiatrische Studie
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