Die Belastungen von Angehörigen, insbesondere von Partnern psychisch kranker Menschen, berühren viele Ebenen und erweisen sich als schwerwiegend und individuell verschieden. Folgen der Belastungen zeigen sich in somatischen und psychischen Beschwerden der Angehörigen und der daraus resultierenden eigenen Inanspruchnahme von medizinischer Versorgung und Rehabilitation, wie die im Buch vorgestellte Untersuchung zeigt. Sie bildet die Grundlage für die Entwicklung eines Gruppenangebots für Lebenspartner, das die soziale Unterstützung untereinander fördert und konkrete Hilfen für den Übergang ins Selbstmanagement oder in eine selbstorganisierte Gruppe gibt.
Das Manual richtet sich an Psychologen, Ärzte oder Sozialarbeiter, die als Gruppenleiter in psychiatrischen Versorgungs- oder Rehabilitationseinrichtungen, in psychiatrische Krankenhäusern oder Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern, Tageskliniken oder ambulanten Einrichtungen arbeiten.
Hans-Ulrich Wilms, Dr. phil., ist Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut mit Fachkunde in Verhaltenstherapie. Er war von 1997–2002 psychologischer Leiter der verhaltenstherapeutischen Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Leipzig und arbeitet derzeit u.a. als Ausbildungsleiter und Dozent am Institut für Psychologische Therapie, Fachbereich Verhaltenstherapie in Leipzig. Zusammen mit Bettina Wittmund war er an der Entwicklung verhaltenstherapeutisch-systemischer Gruppenkonzepte beteiligt, u. a. einem Gruppenprogramm zur Behandlung von Angsterkrankungen, das in dem Buch »Ein bisschen Angst hat schließlich jeder ...« (Wilms, Wittmund & Mory 2004) veröffentlicht wurde.
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Nadine Bull ist Diplom-Psychologin und seit 2000 an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie des Universitätsklinikums Leipzig tätig, zunächst in der Spezialsprechstunde für Angsterkrankungen im Rahmen der verhaltenstherapeutischen Ambulanz, wo sie an der Durchführung und Evaluation von Gruppenbehandlungen beteiligt war.
Seit 2002 schwerpunktmäßig mit der Organisation, Durchführung und Evaluation von Angehörigengruppen im Rahmen des Forschungsprojekts "Belastungsbezogene Interventionen für Partner psychisch kranker Menschen - Optimierung von Kontextfaktoren in der Rehabilitation" betraut.
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Dr. med. Bettina Wittmund ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie war Oberärztin in der Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Leipzig, danach Chefärztin in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Südharz-Krankenhauses GmbH in Nordhausen, ist Lehrtherapeutin und Dozentin am Institut für Psychologische Therapie (IPT), Fachbereich Verhaltenstherapie in Leipzig, und hat eine Ausbildung in systemischer Familientherapie und Verhaltenstherapie sowie in systemischer Supervision und Organisationsberatung absolviert.
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Prof. Dr. med. Matthias C. Angermeyer, Jg. 1941, von 1987 bis 1995 Leiter der Abteilung Psychologische Soziologie am Zentrum für Seelische Gesundheit Mannheim, 1995 Gastprofessor an der Columbia University in New York, von Oktober 1995 bis 2006 Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig.
mehr »Dieses Buch füllt eine Lücke. Ihm ist große Aufmerksamkeit bei allen Therapeuten zu wünschen, die sich mit Angehörigenarbeit befassen.
Da es im deutschsprachigen Raum eher wenig Literatur zur Problematik der Angehörigen psychisch kranker Menschen gibt, ist dieser Band besonders begrüßenswert... Als Erstes geht es darum, mit einer Krankheit leben zu lernen und das betrifft das Umfeld genauso wie die Betroffenen selber. Dieses Buch gibt dazu Hilfestellungen und sollte in keiner Klinik und keiner ambulanten sozialpsychiatrischen Einrichtung fehlen.
Mit dem Manual liegt ein beziehungsspezifisches Angebot für Lebenspartner depressiver Patienten vor, das sich an ihren Bedürfnissen orientiert. Es bietet einen Fundus an methodischen und inhaltlichen Anregungen für die Angehörigenarbeit. Mit der empirischen Untermauerung, der konsequenten Orientierung an der Perspektive der Nutzer und dem Einbezug klinischer Expertise ist es sicher richtungsweisend für eine Forschung für die Praxis.
Wie motiviert man seine Klienten richtig? Wie kann man Änderungsbereitschaft fördern? Das...
Auf dem Tandem gegen Depressionen anradeln, despressionserkrankte Menschen in Aktion bringen und...
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