BALANCE erfahrungen

252 Seiten

ISBN:
978-3-86739-061-3
Auflage:
2. Auflage 2012
Preis:
  • D: 14,95 €
  • A: 15,40 €

 


Herz IV

Aus dem Alltag einer rechtlichen Betreuerin

»Was arbeiten Sie denn?« - »Ich hab keine Arbeit, ich krieg Herz Vier.« - »Wie, Herz Vier?« - »Arbeitslosenherz Vier - kennen'se dat nich?«

Dass die Gesellschaft ein »Herz für Arbeitslose« hat oder dass Sozialleistungen von Herzen kommen, ist eine schöne Vorstellung - die Realität sieht oft anders aus. Renate Fischer wird als rechtliche Betreuerin täglich neu mit einer »Parallelwelt« konfrontiert, in der sie sich um geistig Behinderte, alt gewordene, psychisch kranke oder andere Menschen kümmert, die allein im Alltag nicht zurechtkommen.

Sie hat es dabei mit teils sturen und teils kooperativen Behörden, aber auch genauso eigenwilligen Klientinnen und Klienten zu tun. Gerade die zuweilen unkonventionellen Problemlösungen auf allen Seiten machen den Charme dieser Geschichten aus, erzählt mit klarem Blick, Herz und Humor.

Zusatzmaterial

Autoren

RenateFischer
Renate Fischer

Renate Fischer ist Diplom-Sozialpädagogin und arbeitet als gerichtlich bestellte Betreuerin.

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Rezension

Immer ist man als Leser gefühlt unmittelbar dabei, steht mit vor verschlossenen Türen, die dann auch schon mal von der Polizei eingetreten werden. Sitzt auf der Sofakante, die vorher von ungezählten Plüschtieren befreit werden musste, fährt mit in einsame Einzimmerwohnungen, Heime oder Hospize und riecht förmlich, welche Düfte Frau Fischer dort entgegenschlagen.

Diese authentische Beschreibung entwickelt eine enorme Sogwirkung, und man hört sich in Gedanken sagen: »Die nächste Geschichte schaffe ich noch ...« Und dann blättert man um, liest, lässt sich von dem nächsten Schicksal fesseln und denkt: »Die nächste Geschichte schaffe ich noch ...«

Sonja, eine Praktikantin, die Sozialpädagogin werden will, wird schließlich nach einem gemeinsam absolvierten Hausbesuch von der Autorin gefragt: »Und, schon was gelernt?« Sonjas Antwort: »Ja, man muss auf alles gefasst sein«, ist ein schönes Synonym für das große Lesevergnügen, das dieses Buch bedeutet. Seien Sie auf alles gefasst, Sie werden das Buch nicht so schnell weglegen können.

Von Hartwig Hansen, erschienen im März 2012

»Fernab jeder medialen Inszenierung von Wirklichkeit bildet die Autorin damit ein wichtiges Stück gesellschaftlicher Wahrheit ab. Ein solches Werk über die soziale Realität in unserer Gesellschaft hat Seltenheitswert. Man wünscht diesem Buch daher von Herzen viele Leser.«

Dr. Ulf-Henning Janssen, HEP-Informationen 3/11, Oktober

Wer mit dem Gedanken spielt, als gerichtlich bestellter Betreuer zu arbeiten: In diesem Buch erfährt er so ziemlich alles, worauf er sich einzustellen hat. Aber »Herz IV« bietet einfach auch guten Lesestoff: wahrhaftig, berührend, überraschend, traurig, komisch, immer menschlich

Olaf Cless, fifty/fifty, Oktober 2011

Das Buch wendet sich an einen breiten Leserkreis, nämlich an alle. Ich denke, dass dieses Buch auch für Mitarbeiter des Sozialamtes, der Rentenversicherungen und Sozialgerichte interessant sein könnte. Sie sehen so einmal, was hinter ihren Akten steht - Menschen nämlich! Kurzum: Ein super Buch, das nur zu empfehlen ist!!

HPF auf amazon.de, Juli 2011

Da in der öffentlichen Diskussion ein erheblicher Dissens hinsichtlich der tatsächlichen Anforderungen an Betreuer besteht und entsprechende empirische Forschung zur Betreuungspraxis kaum vorhanden ist, hat Peter Winterstein als Vorsitzender des Betreuungsgerichtstages der Bundesjustizministerin ein Exemplar des Buches von Renate Fischer zur Kenntnisnahme und weiteren Verwendung überreicht. So sollten wir auch anderen, die kaum Vorstellungen von der Betreuungspraxis haben, dieses Buch in die Hand drücken.

Prof. Dr. Wolf Crefeld in bdb Aspekte 90/2011

Trotz allen Humors, schreibt die von dem Buch begeisterte Berliner Sozialarbeiterin Ilse Eichenbrenner, lacht man niemals auf Kosten der Kundschaft, denn Renate Fischer, die Autorin, Sozialarbeiterin und Betreuerin respektiere jeden Klienten, jede Eigenheit, ohne sich kumpelhaft anzubiedern. Sie halte angemessen Abstand und sei so in der Lage zu analysieren und zu reflektieren, manchmal sogar zu philosophieren.

Prof. Dr. Wolf Crefeld in bdb Aspekte 90/2011

Hamburg (epd). Wenn Renate Fischer die Behördenpost ihrer Klienten durchsieht, weiß sie manchmal nicht, ob sie lachen oder weinen soll. »Widerspruch kann nicht eingelegt werden, denn die Angelegenheit ist verfristet«, liest sie dann beispielsweise, oder: »Ihrem Einspruch konnte abgeholfen werden.« Was das Amt sagen will, erschließt sich selbst der rechtlichen Betreuerin aus einer Kleinstadt im Rheinland mitunter erst durch Nachfragen. »Warum verwendet man solche Worte? Das ist mir unbegreiflich«, sagt die 47-Jährige, die kürzlich ein Buch über ihren Kampf mit den Behörden veröffentlicht hat ( »Herz IV. Aus dem Alltag einer rechtlichen Betreuerin«). »Das ist eine Farce, wenn man sieht, was in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen steht.«

Zur Seite der epd Ausgabe

Evangelischer Pressedienst Sozial Online, Bericht »Kafka ist nichts dagegen«
Die Autorin im Interview auf evangelisch.de »Anerkennung und Respekt. Mit Herz gegen soziale Kälte«

Seltsamen Vorstellungen begegnet man, was die Aufgaben einer rechtlichen Betreuerin betrifft. Hand aufs Herz: Wie viele auch unserer Kollegen und Freunde wissen kaum, wie der Arbeitsalltag eines rechtlichen Betreuers aussieht, wer seine Klienten sind und was er für sie zu tun hat. Renate Fischer, Berufsbetreuerin in einer rheinischen Großstadt, hat jetzt in humorvoller, engagierter und fachkundiger Weise die Probleme ihrer Klienten und die Gespräche mit ihnen in 70 von meist zwei bis drei Seiten dargestellt.

Prof. Dr. Wolf Crefeld im Betreuungsgerichtag e.V. Newsletter
Video einer Lesung vom 11.04.2011 im BTZ-Köln
Video einer Lesung vom 11.04.2011 im BTZ-Köln
Video einer Lesung vom 11.04.2011 im BTZ-Köln
Video einer Lesung vom 11.04.2011 im BTZ-Köln
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Couragiert, lebenspraktisch und mitfühlend stößt sie (die Autorin Renate Fischer) auch auf unmögliche Amtspersonen und Angehörige und hilft schon mal über ihre Zuständigkeit hinaus, weist aber auf notwendige Grenzen hin, wenn es um unrealistische Ansprüche und Sehnsucht nach Zuwendung geht. Es gilt, Misstrauen und Ängste abzubauen, denn nicht alle Betreuer (früher »Vormund«) können genügend Zeit, positiven Einsatz und Humor aufbringen. Auch das ist deutsche Wirklichkeit - oft tragikomisch -, über die man erschrickt, zornig ist oder auch nur ungläubig lächeln kann.

Elke Günther, ekz Mai 2011

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Stichwörter

Hartz IV, Sozialrecht, Psychische Erkrankung, Altersverwirrung, Betreuungsrecht, Behinderung


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