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Leah Wizelman

Wenn der Krieg nicht endet

Schicksale von traumatisierten Soldaten und ihren Angehörigen

BALANCE erfahrungen
Bonn, 1. Aufl. 2009
Verlag: BALANCE buch + medien verlag
Bindung: Taschenbuch
ISBN 978-3-86739-052-1
220 Seiten
14,95 € / 25,50 sFr
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Auch als eBook im PDF-Format erhältlich in unserem eBook-Shop.

Über den Umgang mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS)

Was können wir tun, um denen zu helfen, die wir in den Krieg schicken, dass sie an den Erfahrungen, die sie dort machen, nicht zerbrechen? Den ersten Schritt unternimmt Autorin Leah Wizelman mit ihrem Buch "Wenn der Krieg nicht endet. Schicksale von traumatisierten Soldaten und ihren Angehörigen".

Aggressionen und Schlaf- und Gedächtnisstörungen sind Symptome, an denen viele Soldaten nach Kriegseinsätzen im Ausland leiden. Sich und anderen diese Probleme einzugestehen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, fällt den meisten schwer. In ihrem Buch "Wenn der Krieg nicht endet. Schicksale von traumatisierten Soldaten und ihren Angehörigen" stellt Leah Wizelman 21 ergreifende Schicksale von Soldaten und ihren Angehörigen aus den USA, Kanada, Australien und Deutschland vor, die diesen Mut aufgebracht haben.

Das Buch wirbt um Verständnis in der Öffentlichkeit und erleichtert den Betroffenen und Angehörigen den Umgang mit PTBS. Ein wichtiges Buch für Soldaten, Veteranen und deren Angehörige, sowie medizinische und psychologische Fachleute, die sie betreuen. Außerdem interessant für Polizisten, Journalisten und Angehörige von Hilfsorganisationen in Krisengebieten.

Stimmen zum Thema PTBS:

"Hätte ich doch nur einen Arm verloren!" Mit diesen Worten wird einer unserer aus Afghanistan zurückgekehrten Soldaten, der unter PTBS leidet, in Die Zeit vom 5. November zitiert. "Wann endet der Krieg", fragt Henning Sussebach und zitiert Bundeswehrarzt Karl-Heinz Biesold: "Die Zahl der seelisch kranken Heimkehrer ist mittlerweile höher als die der körperlich verletzten. [ ... ] Manchmal sind sie noch Jahre danach in ständiger Alarmbereitschaft."   

Julia Encke in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum PTBS-Buch von Leah Wizelman: "Das Trauma ist hier. [...] Um zu begreifen, was der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr bedeutet und welche gesellschaftlichen Folgen er haben wird, lohnt es sich, die Stimmen derer zu hören, die als Soldaten dort sind oder, weil sie dann freier sprechen können: dort waren. [ ... ] Durch die ausgewählten Fallgeschichten wird jene Verzögerung sichtbar, mit der die Symptome auftreten: Nach dem unmittelbaren Ende des Einsatzes scheint meistens alles klar zu sein, keiner fühlt sich so schlecht, dass er Beschwerden zu Protokoll gäbe. Irgendwann dann kommen die Panikattacken. [ ... ] Das Buch verweist auf das, was gesellschaftlich auf uns zukommt."

Die Süddeutsche Zeitung vom 24.09.2009 meldet: "Die Zahl der Traumatisierten in der Afghanistantruppe steigt um 30 Prozent. [...] Laut einem aktuellen Expertenbericht ist derzeit nur die Hälfte der insgesamt 40 Facharztstellen für Psychiatrie im Sanitätsdienst besetzt. Für 4500 Soldaten im Afghanistan-Einsatz steht demnach gerade mal ein Psychiater zur Verfügung." [ zum Artikel ]

Frank Dornseif, ein in Afghanistan bei einem Terroranschlag schwer verletzter und traumatisierter Soldat und einer der Protagonisten des Buchs, erzählte im SWR-Nachtcafé seine Geschichte: Zum Video (ca. ab 1:11:00).

Werner Bartens in der Süddeutschen Zeitung: "Filme über traumatisierte Kriegsheimkehrer bilden ein eigenes Genre. Die Handlungen dieser Filme verblassen gegen die Gewalttaten, die Mitglieder einer Einheit in Fort Carson, Colorado, verübt haben sollen. Sie alle waren im Irak im Einsatz. Manche Soldaten in Colorado geben an, vergeblich Hilfe gesucht zu haben. Militärs diskutieren bereits, Beruhigungsmittel zu verteilen oder quälende Erinnerungen mit Elektroschocks auszulöschen. Für Martin Sack ein unethisches Verfahren, das nicht das Wohlergehen des Einzelnen im Blick hat."

Christian Bernardt kann die Erlebnisse seines Bundeswehreinsatzes in Kuwait 2003 nicht mehr vergessen. Er ist einer der Protagonisten des Buchs und erzählt einen Teil seiner Geschichte dem Schweizer Radio DRS: Zum Hörbeitrag 

Stimmen zum Buch:

Uwe-Friedrich Obsen vom ekz.bibliotheksservice: "Wenn das Verteidigungsministerium auch die Fälle von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) bei deutschen Soldaten im Auslandseinsatz auf 1 % herunterspielt und eine Referentin aus diesem Amt im Nachwort zu diesem hoch wichtigen Buch auf das angeblich wasserdichte psychosoziale Netz in der Betreuung der Betroffenen bei der Bundeswehr verweist - die Wirklichkeit sieht sieht leider anders aus. Das belegen die 21 Interviews mit traumatisierten ehemaligen Armeeangehörigen sowie ihren Partnerinnen aus Deutschland, Kanada, Australien und den USA. [ ... ] Die authentischen Berichte lassen erkennen, wie unvorbereitet sowohl Betroffene/Angehörige als auch Verantwortliche die Diagnose PTBS trifft und wie steinig der Weg ist für eine angemessene Therapie."

Weitere Bücher zu diesem Thema:

SBT: Stressbewältigungstraining für psychisch kranke Menschen von Matthias Hammer, erschienen im Psychiatrie-Verlag.

Stichwörter: PTBS, Posttraumatische Belastungsstörung, Kriegsheimkehrer, Auslandseinsatz, Soldaten, Angehörige, Therapie


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