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Lena S., Lena S.

Auf Stelzen gehen

Geschichte einer Magersucht

BALANCE erfahrungen
Bonn, 2. Auflage 2008
ISBN 978-3-86739-014-9
186 Seiten
14,90 € / 23,50 sFr
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Lena ist 15, als sie feststellt, dass der Körper alles ist, was ihr gehört. So beginnt der Kampf um den perfekten Körper, um die Kontrolle über Kilo und Gramm. Nicht unwillkommen ist die Möglichkeit, noch dünner zu werden als die Mutter, die nervt und immer alles besser weiß. Sie hat auch nichts dagegen, dass man nun nicht mehr wie selbstverständlich voraussetzt, dass sie funktioniert, eine gute Tochter ist, eine gute Schülerin, eine gute Freundin. Aber Aufmerksamkeit zieht nicht automatisch Verständnis nach sich. So dünn kann Lena nicht werden. Die Sucht bleibt. Das Abitur schafft Lena noch in gewohnter Perfektion als Jahrgangsbeste, dann muss sie in die Klinik. Langsam wird Lena klar, dass man auch anders essen kann und sie versucht es. Die Klinik hilft ihr, vor allem Lukas, in dem sie sich erkennt, dessen grammweises Sich-Dünnemachen ihr aber auch Angst einjagt. Die Nähe tut gut, aber sie weiß nun genau: Sie will nicht sterben, sie will leben.

"Auf Stelzen gehen" vermittelt sehr eindringlich das Gefühlsleben einer Magersüchtigen. Ein Buch für essgestörte Mädchen und junge Frauen sowie ihre Eltern und Helfer.

Radiobeitrag über Lena S. für NDR 1 als mp3-Datei anhören.

Resonanz

Peter Bräunlein im Bulletin Jugend & Literatur: "Streckenweise hat das Buch Bernhardsche Qualitäten - eine kühle Prosa, die innere Zustände detailliert beschreibt und ständig um Schmerz kreist, ohne wehleidig zu sein. [...] Ungeeignet ist das Buch für Voyeure. Dazu ist es zu handlungsarm und zu unspektakulär. Doch Betroffene werden sich darin erkennen. Ein authenthisches, ehrliches Buch ohne Illusionen - gerade deshalb ein hervorragendes Jugendbuch, auch wenn es beim Lesen öfter wehtut." Hier können Sie die ganze Rezension "Iss oder stirb!" lesen.

Julia Büttner meint in der Süddeutschen Zeitung: "Dies ist kein Buch, das man gerne liest. Im Gegenteil: Es ist ein Bericht, der ... schonungslos aufrichtig ist. Gerade deshalb ist er so enorm wichtig für alle, die verstehen möchten, wie es in der Gedankenwelt eines Mädchens aussieht, das sich zu Tode hungert." Zur vollständigen Besprechung

Jens Riedel im Eppendorfer: "Ein ebenso eindringliches wie erschütterndes Psychogramm einer Anorexia nervosa."

Schlagwörter: Magersucht, Anorexia nervosa, Essstörung

 


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